Kinderseiten

Abfälle macht jeder

Kein Tag ohne Abfall

Es vergeht kaum ein Tag, an dem du nicht so einiges als Abfall wegwerfen musst, zu Hause und in der Schule, im Sportverein oder im Strandbad.

Und nicht nur du

Auch die anderen in der Familie, in der Klasse, im Dorf, im ganzen Land, alle Menschen, die Erwachsenen und die Kinder.

Jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass der Abfallberg tagtäglich wächst und wächst.

Abfälle rund um die Uhr

Von morgens bis abends

Ganz egal was man kauft, isst oder benutzt, es bleiben leere Verpackungen übrig, Sachen gehen kaputt oder irgendwelche Reste müssen abgefahren werden.

  • Im Bad ist das Duschbad alle, die Zahnpastatube ist leer und eine neue Zahnbürste wäre auch mal wieder fällig.

  • Vom Frühstück bleiben die ausgelöffelten Joghurtbecher, die leere Brötchentüte und das ausgekratzte Glas von der Schokocreme. Auch die Cornflakesschachtel enthält schon wieder nur Luft. 

  • In der Schule geht es weiter mit noch mehr Abfällen. Lies hier, wie du in der Schule Abfälle vermeiden kannst.

  • Und bis zum Abend kommen noch mehr Abfälle dazu.

  • Der Fußball geht kaputt, die Socken haben Löcher und müssen weggeworfen werden, der Waschpulverkarton ist leer.

  • Das Butterpapier, die Kunststoffschale von den Tomaten, die leeren Flaschen sind zu entsorgen. Und, und ... und.

Das wird ein Abfallberg

Abfallberge riesengroß

Wie groß ist denn der Abfallberg?

Hast du eine Vorstellung davon, wie viel Abfall in eurer Familie, bei den Familien in eurem Dorf oder in eurer Stadt bzw. bei allen Menschen, die in unserem Landkreis leben Jahr für Jahr insgesamt anfällt? Es ist ein riesengroßer Berg.

Jeder 617 Kilogramm im Jahr 2013*

Kluge Köpfe haben es errechnet. Im Jahr 2013 hat jeder Mensch im Alter von 0 bis 100 Jahren in Deutschland im Durchschnitt* 617 Kilogramm Haushaltsabfälle in die Abfallbehälter geworfen.

Im Durchschnitt* bedeutet: es gibt Menschen, die viel weniger Abfall "produzieren". Es gibt auch solche, bei denen noch viel mehr Abfall anfällt!

*Nur noch 462 Kilogramm Haushalts­abfälle pro Kopf waren es im Jahr 2017

Vergleiche bitte 

etwa 617 kg wiegen u. a. auch 

  • 102-103 Schulranzen, natürlich gefüllt (einer wiegt im Durschnitt 6 kg),

  • 4.133 kleine Joghurts (je 150 g),

  • 6.170 Tafeln Kinderschokolade (je 100 g),

  • sieben bis neun Waschvollautomaten (einer wiegt zwischen 70 kg und 80 kg),

  • drei Ponys (ein Pony wiegt ungefähr 200 kg) oder

  • ein halbes Auto (Kleinwagen Polo).

*weitere Informationen zum Abfallaufkommen

Zauberwort Abfallvermeidung

Das erste Zauberwort für insgesamt weniger Abfälle heißt 

A b f a l l v e r m e i d u n g!

Abfallvermeidung musst du üben, sie ist gar nicht so einfach. Helfen sollen dir dabei, die Tipps zur Abfallvermeidung.

Was bringt Abfallvermeidung?

  • Abfallvermeidung ist entscheidend dafür, dass nur so viele wertvolle Ressourcen (Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft) verbraucht werden müssen, wie unbedingt nötig.

  • Kaufst du ein Eis immer nur in der Eisdiele, müsste niemals eine Verpackung für das Eis aus dem Supermarkt hergestellt werden. Der Baum für den Holzstiel und die Pappschachtel könnte weiter wachsen.

  • Von dem wertvollen Erdöl, aus dem die Folie gemacht wird, könnte sehr viel eingespart werden.

Das ist nur ein Beispiel, aber so geht es auch mit allen anderen Sachen. Wenn die Ressourcen geschont werden, werden sie nicht so schnell alle. Und das ist natürlich gut für die Umwelt und das Klima.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Oder  "Wo der Wille erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht."

(Hugo von Hofmannsthal)

Zauberwort Getrenntsammlung

Das zweite Zauberwort für weniger Abfälle heißt 

G e t r e n n t s a m m l u n g!

Das musst du ebenfalls üben. Sie ist aber viel leichter als Abfallvermeidung, zumal diese tolle Trennhilfe für Kinder dir helfen wird.

Darum Getrenntsammlung

  • Es gibt Abfälle, die sind zu nichts weiter nütze, als sie zu verbrennen (man nutzt nur ihren Brennwert). Diese Abfälle heißen Restabfälle. Sie werden nur in den grauen Tonnen gesammelt.

  • Außerdem gibt es viele Abfälle, die mehr Wert haben, als dass man sie nur verbrennt.

  • Wenn man sie mit den richtigen Techniken aufbereitet (verwertet, zum Beispiel kompostiert), kann man aus alten, nicht mehr nutzbaren Sachen, die gleichen neuen, erneut nutzbaren Sachen herstellen.

  • So wie aus altem Papier neues Papier - aus altem Glas neues Glas - aus Bioabfällen wie z.B Apfelgriebschen Kompost wird, der hilft, dass neue Äpfel im Garten gut wachsen.

Diese Abfälle heißen Wertstoffe. Rohstoffe für neue Dinge aus alten Wertstoffen heißen Sekundärrohstoffe. Wertstoffe dürfen also nicht in den grauen Tonnen gesammelt werden. Die Tonnen, Container und Sammelboxen, das Schadstoffmobil und die Wertstoffhöfe nennt man Sammelsysteme. Die Tonnen (außer die graue Tonne), Container und Sammelboxen dienen der Getrenntsammlung von Wertstoffen.

Was bringt Getrenntsammlung?

  • Sammelst du Wertstoffe getrennt über die verschiedenen Sammelsysteme, dann werden sie verwertet.

  • Darum wird durch Getrenntsammlung der Abfallberg aus Abfällen, die nur noch zum Verbrennen taugen, kleiner. So soll es sein!

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Oder "Der Wille ist des Werkes Seele."

(Johannes der Jüngere Pistorius)

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